Aktuelle Produktion - auf Rügen

Tout le monde danse, tout le monde pense
Letzte Chance in Zirkow auf Rügen

 

Tanzen, tanzen, denken, denken, reiten, reiten... dem Sinn dieser Aneinanderreihung kann man ein letztes Mal zwischen den Jahren 2018/2019 in der Aufführung "Tout le monde danse, tout le monde pense" in unserer wunderschönen Feldsteinhalle in Zirkow auf Rügen nachspüren.

Die Inszenierung steht ganz im Lichte der 20er Jahre und erinnert an eine kurze Zeit ausgelassener Tanz-, Musik- und Festkultur. Zugleich setzt sie sich mit der Faszination an der Bewegung von Mensch und Tier auseinander: Das Pferd ist in diesem Kontext Partner, Projektionsfläche und Spiegel jener menschlichen Dynamik, die am Beginn des 20. Jahrhunderts Zeichen einer ganzen Epoche wurde. Dabei sind es in der Darbietung des Pferdetheaters nicht nur die Filme Charly Chaplins oder Charleston, Jazz und Swing, rauchende Frauen und bebende Ballhäuser, die den Geist dieser Zeit spürbar werden lassen. Vielmehr schlägt Vermeulen durch die Verbindung der Bewegung von Pferd und Mensch sowie durch die Rhythmen des Tanzes und die Dynamik der Vierbeiner eine Brücke zwischen den Zeiten. Das ist es, was tanzen und reiten und denken verbindet. Und so stellt sich am Ende die Frage, wessen Schuhe hier eigentlich getanzt werden...?

Die Darbeitung erzeugt durch im Slapstick-Stil eingespielte Video- oder Musiksequenzen Tiefe und Leichtigkeit zugleich. Das Pferd erscheint als kulturelles Objekt, das die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellt.

 

 

 

 

Tickets an der Abendkasse oder im Vorverkauf direkt hier online erhältlich!

 

Eine Hommage an die goldenen Zwanziger

CLAUDIA GROSSE - wirsindinsel.de

Aus den Lautsprechern erklingt Max Raabes „Ich bin nur gut, wenn keiner kuckt“. Und das wusste ja auch schon Charlie Chaplin, dass wer sich selbst zu ernst nimmt, viel Humor braucht, um das Leben zu überstehen. Im Pferdetheater ist mit klassischen Slapstick-Einlagen Platz fürs Augenzwinkern. In Anbetracht der Tatsache, dass im Stück nicht gesprochen wird, bleibt Raum für die großen Gesten, ganz im Stile der Stummfilmära. Daraus entsteht ein ganz besonderer Zauber, dem man sich als Zuschauer nicht entziehen kann. Das liegt auch und besonders an den vierbeinigen Hauptdarstellern.

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© Leon Vermeulen | Pferdetheater